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Gefährliche Vorweihnachtszeit

In der Vorweihnachtszeit mehren sich verlockende Gewinnspiele und Sonderangebote wie zum Beispiel die der Amazon Black Friday Week. Aber auch für Betrüger beginnt damit die ertragreichste Zeit des Jahres. Sicherheitsforscher von Zscaler, einem Unternehmen für cloudbasierte Sicherheit, verzeichneten zwischen den ersten beiden Oktober- und Novemberwochen einen Anstieg von Phishing Attacken um 400 Prozent.

Speziell Amazon betreffend gibt es drei sehr beliebte Betrugsszenarien.
Bei dem ersten Szenario handelt es sich um gefälschte Amazon Geschenkkarten. Sie sind vom Original kaum zu unterscheiden. Klickt der Empfänger auf den Link, um die Geschenkkarte einzulösen, wird er auf eine Phishing-Seite geleitet, wo seine Anmeldedaten abgegriffen werden.
Szenario Nr.2 sind täuschend echte E-Mails oder Webseiten, die z.B. vom Amazon Kundenservice stammen, Zahlungsaufforderungen enthalten oder mit attraktiven Preisen bei Gewinnspielen locken. Gerade in der Weihnachtszeit, wo vermehrt eingekauft wird, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass man tatsächlich gerade bei Amazon eingekauft hat und deshalb unachtsam auf diese E-Mails und Webseiten hereinfällt. Gibt man seine Anmeldedaten auf einer der gefälschten Seiten ein, erhält der Betrüger Zugang zum Benutzerkonto.
Das dritte Szenario beinhaltet auch den Versand von betrügerischen Mails, die von Amazon zu stammen scheinen. Hierbei werden allerdings Anhänge mitgeschickt, die bei Öffnung die gefährliche Schadsoftware Emotet installieren, vor der wir bereits vor einigen Wochen gewarnt haben. Diese beschränkt sich nicht nur auf die Amazon Nutzerdaten, sondern kann Bankdaten abgreifen, E-Mail Konten übernehmen oder sogar das betroffene System komplett lahmlegen.

Diese Betrugsszenarien betreffen aber nicht nur Amazon oder andere beliebte Online-Händler. Auch Nutzer von Bezahldiensten, allen voran PayPal, werden im Dezember Ziel von Cyber-Attacken. Auch hier werden gefälschte E-Mails und Webseiten genutzt. Kommt es zu einem Vorfall, kann man bei PayPal aber auf eine Rückholung des Betrags hoffen.

Um sich vor jeglichem Ärger oder sogar ersten Bedrohungen zu bewahren, sollten Sie im Moment mit äußerster Vorsicht vorgehen. Überprüfen Sie bei Websites die URL. Ist sie nicht verschlüsselt, also „http“ statt „https“ vorangestellt, handelt es sich z.B. sicher um eine Fälschung. Achten Sie auch bei Seiten mit SSL Verschlüsselung darauf, dass es sich wirklich um die richtige URL handelt. Nutzen Sie am besten keine Links in den Mails, sondern geben Sie selbst die URL im Browser ein. Auch Dokumente werden meist im Online-Shop noch einmal zum Download bereitgestellt, es müssen also nicht die Dokumente in Mails geöffnet werden. So umgehen Sie das Risiko.

Achten Sie zudem darauf, dass sowohl das Betriebssystem, die Sicherheitssoftware als auch der Browser auf dem neusten Stand sind.