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Sicheres Smart Home

Der Begriff "Smart Home" steht in erster Linie für Systeme und technische Verfahren innerhalb der eigenen vier Wände, die hauptsächlich der Steigerung des Komforts, der Erhöhung der Sicherheit und der effizienteren Nutzung von Geräten bezogen auf den Energieverbrauch dienen.

Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Beleuchtung oder die Heizung, die automatisch nach einem Zeitplan oder komfortabel über z.B. ein Smartphone gesteuert werden können. Aber auch Sicherheitskameras, Jalousien bis hin zu Kaffeemaschinen und intelligenten Zahnbürsten können unter diesem Begriff zusammengefasst werden. Die Hersteller solcher Systeme legen in der Regel besonderen Wert darauf, dass die entsprechenden Geräte ohne technisches Vorwissen von Jedermann installiert und konfiguriert werden können.

Je mehr Geräte auf diese Weise vernetzt werden, umso eher gilt aber der Grundsatz, dass die Sicherheit des Netzwerks nur so stark ist wie die des "schwächsten Glieds in der Kette". Das bedeutet, dass man schon vor dem Kauf Informationen einholen sollte, ob die Geräte einen gewissen Sicherheitsstandard in Bezug auf Verschlüsselung, Bereitstellung von Sicherheitsupdates und der Übermittlung von Daten an den Hersteller einhalten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI hat eine Liste an Empfehlungen veröffentlicht, die die Sicherheit des Smart Homes deutlich erhöhen:

  • Änderung des Standardpassworts
    Fast alle Geräte, die den Zugang mithilfe von Passwörtern absichern, werden mit einem Standardpasswort ausgeliefert, dass nur minimalen Schutz bietet und immer gleich lautet. Es empfiehlt sich, dieses Passwort unverzüglich zu ändern und gegen ein sicheres Passwort, am besten eine frei gewählte Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, auszutauschen.
  • Verschlüsselte Verbindung
    Eine möglichst sichere Verschlüsselungstechnik sorgt dafür, dass die meist über WLAN mit dem Netzwerk verbundenen Geräte keine sensiblen Daten wie z.B. Zugangsdaten in Klartext austauschen. Auch ein Abgreifen der Videos von Überwachungskameras oder auch Babyphones ist für einen Hacker ein leichtes Spiel, wenn eine unzureichende Verschlüsselung zum Einsatz kommt.
  • Separates Netzwerk
    Das Einrichten eines separaten Netzwerks für Smart Home Geräte, auch Segmentierung genannt, trennt deren Datenstrom von dem anderer Geräte wie Smartphones und Rechnern ab, auf denen sensible Daten gespeichert sein könnten.
  • Gastzugänge einrichten
    Für Besucher, auch wenn es sich um Freunde oder Familie handelt, sollte ein Gastzugang im Router eingerichtet werden. So kann man sicherstellen, dass das WLAN-Passwort, welches von den Geräte genutzt wird, nur dem Eigentümer bekannt ist. Dabei geht es nicht um Misstrauen gegenüber der Person, sondern um mögliche Sicherheitslücken bei den mitgebrachten Geräten.
  • Internetverbindung prüfen
    Nicht alle Geräte benötigen einen Zugang zum Internet, um den vollen Funktionsumfang zu bieten. Deshalb sollte die Notwendigkeit einer solchen Verbindung geprüft werden. Ist diese überflüssig, sollte man die oft voreingestellte UPnP-Funktion deaktivieren, die mittels Portweiterleitung ein Verlassen den eigenen Netzwerks ermöglicht.
  • VPN-Zugang einrichten
    Wenn Geräte nicht nur innerhalb des eigenen Netzwerks, sondern auch von außerhalb über das Internet erreichbar sein sollen (z.B. wenn man von unterwegs aus die Bilder der Überwachungskameras ansehen können möchte), sollte dazu eine gesicherte VPN-Verbindung eingerichtet werden. Die zu übermittelnden Daten werden dann vor dem Versand verschlüsselt und erst beim Empfänger wieder entschlüsselt.